Strahlenresistenz und Lichtausbeute von Plastikszintillatoren und Wellenlängenschiebern


Übersicht

Zur Untersuchung der Strahlenresistenz wurden Bestrahlungen mit Gamma-Quanten und Neutronen i. a. an externen Bestrahlungsquellen (HMI Berlin, GKSS-Forschungsreaktor Geesthacht) durchgeführt. Strahlenschäden in polymeren Material heilen teilweise aus, dabei spielt die Diffusion von Sauerstoff eine große Rolle. Mit einer speziell dafür entwickelten Apparatur werden diese Diffusionsvorgänge untersucht. Es wurde ein Diffusionsmodell entwickelt, mit dem der Ausheilvorgang während und nach der Bestrahlung beschrieben werden kann. Für das ZEUS-Kalorimeter lassen sich quantitative Voraussagen für die in zehn Jahrn Strahlbetrieb zu erwartenden Strahlenschäden machen. Unserem Arbeitsbereich ist der Nachweis gelungen, daß in einzelnen Szintillatormaterialien während der Bestrahlung u. a. auch kurzlebige Absorptionszentren gebildet werden, die nach wenigen Stunden wieder zerfallen. Diese erzeugen keinen bleibenden Strahlenschaden, können aber bewirken, daß sich die Eichung eines Detektors mit der Strahlungsbelastung ändert. Insgesamt sind die Ergebnisse der Untersuchungen nicht nur für ZEUS, sondern auch für zukünftige Detektoren (HERA B bzw. LHC/CERN) von Interesse. Seit Anfang 1995 wird zur Untersuchung von Strahlenschäden ein Elektronen-Spin-Resonanz-Spektrometer eingesetzt. Damit wird angestrebt, die grundlegenden Mechanismen in strahlengeschädigten Polymeren aufzuklären.


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Letzte Änderung: Donnerstag, 21. August 1997

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